Fortbildung Beatmung bei respiratorischer Insuffizienz

Veröffentlicht: 07. Nov 2012  | Tags: Innere Medizin, Ärzte, Fachkräfte

3. Kursus für Nicht-invasive und invasive Beatmung bei akuter und chronischer respiratorischer Insuffizienz: Einladung und Programm zum Herunterladen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Fachinteressierte!

Wir laden Sie herzlich zu unserer 3. Fortbildungsveranstaltung über nichtinvasive Beatmung bei akuter und chronischer respiratorischer Insuffizienz und Weaning ein. Patienten mit respiratorischer Insuffizienz sind meist schwer erkrankt. Für das akute Versagen des Atmungssystems stand für viele Jahre ausschließlich die endotracheale Intubation zur Verfügung. Geeignete Patienten mit chronischem Versagen der Atmung erhielten die Sauerstoff-Langzeittherapie. Mit Ausnahme der - medizinhistorisch interessanten - „Eisernen Lunge" gab es aber lange kein Verfahren, das bei Patienten mit CO2-Retention anwendbar gewesen wäre. In den letzten Jahren hat sich die Nicht-Invasive Ventilation (NIV) als elegantes Verfahren für beide Formen der respiratorischen Insuffizienz etabliert. Wir haben in der Missionsärztlichen Klinik bereits seit 1995 begonnen, Patienten mit akutem respiratorischem Versagen auf der Intensivstation, und chronischem respiratorischen Versagen für den häuslichen Bereich mit NIV zu behandeln. Inzwischen nimmt die nicht-invasive Beatmung auf vielen Intensivstationen einen wichtigen Platz in der Therapie des Lungenödems oder der exacerbierten COPD ein.

NIV hat jedoch eindeutige Grenzen und die unkritische Anwendung von NIV in der Klinik birgt Gefahren. Auch die betreuenden Haus- und Fachärzte müssen die Vorteile und Grenzen des Verfahrens kennen. In unserer Fortbildung möchten wir pathophysiologische Zusammenhänge, die aktuelle Studienlage und Therapiemöglichkeiten des Atmungsversagens darstellen. Spannend sind die jüngsten Erfahrungen bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie und chronisch respiratorischer Insuffizienz, die wir in Verbindung mit NIV machen konnten. In kleinen Gruppen können die verschieden Behandlungsmodalitäten erprobt und so das Erlernte leichter in der täglichen Arbeit umgesetzt werden. Ich freue mich, dass wir Ihnen mit den Experten der Klinik diese faszinierende Entwicklung in der Therapie von schwer kranken Patienten vorstellen können. Nicht zuletzt können Sie an der Referentenliste sehen, dass Interdisziplinarität auch bei diesem Verfahren zum Nutzen unserer Patienten erforderlich ist. Ich freue mich sehr auf Ihre Teilnahme und rege Diskussionsbeiträge. Prof. Dr. med. Berthold Jany, Dr. med. Stefan Baron Die Fortbildung wurde von der Ärztekammer Bayern mit 8 CME Punkten zertifiziert.

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Einladung und Programm