Hintergründe zur Fusion

Warum war die Fusion notwendig?

Die bevorstehenden Herausforderungen und Reformen im Gesundheitswesen werden weiteren Kostendruck auf die Krankenhäuser ausüben. Diese sind gemeinsam leichter zu bewältigen. Insbesondere dann, wenn dies aus einer wirtschaftlich gesunden und stabilen Lage heraus geschieht. Insofern sind Juliusspital und Missioklinik unter dem gemeinsamen Dach Klinikum Würzburg Mitte nun gut aufgestellt. Gemeinsam geht man nun die große Aufgabe an, die medizinische Versorgung in Würzburg und Umgebung für die Zukunft zu sichern.

Die Entwicklungen des deutschen Gesundheitswesens

Ziele der Politik 

  • Kostenreduktion und Abbau von Krankenhausbetten
  • Ökonomisierung der Gesundheits-Leistungen, d.h. auch diese unterliegen einer wirtschaftlichen Bewertung, z.B. durch Einführung des Fallpauschalen-Systems (=DRG-System)

Die Folgen

  • Dramatische Verkürzung von Liegezeiten
  • Abbau von Personal
  • Ungleicher Wettbewerb: Krankenhäuser werden in unterschiedlicher Höhe gefördert
  • Patientennahe, umfassende Versorgung, auch unter christlichen Aspekten, verliert immer mehr an Bedeutung
  • Wirtschaftliche Betrachtung im Vordergrund

Das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) verschärft die Situation

Ziel des KHSG

  • Zentralisierungen und Spezialisierungen der medizinischen Versorgung
  • Förderung von Großkliniken und Zentren
  • Abwicklung von kleinen Häusern

Die Folgen

  • Kleine Krankenhäuser der Grundversorgung haben auf Dauer alleine geringe Überlebens-Chancen. 
  • Trotz Medizin auf höchstem Niveau und sehr engagiertem Personal

Naheliegend, dass sich zwei christliche Krankenhäuser mit gleichen Grundsätzen und Werte-bildern zusammenschließen, um wirtschaftlich überleben zu können. Das Zusammenwachsen wird einige Jahre in Anspruch nehmen und ist ein dynamischer Prozess.