Duales Studium – AbsolventInnen berichten

Wenn Studium, dann praxisnah!

Kristina Hannwacker und Tina Scheiner haben den dualen Studiengang BWL-Gesundheitsmanagement abgeschlossen. Ricarda Welzenbach und Katharina Schmidt starten mit dem neuen Hebammenstudium im Kreißsaal durch.

Wir haben mit unseren Nachwuchskräften gesprochen: Was spricht für die Kombination von Theorie und Praxis? Was reizt am Gesundheitswesen? Und welche Chancen bietet das KWM?

 

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Hebammenkunde (B. Sc.)

Was fasziniert euch am Berufsbild der Hebamme?

Katharina: Mütter in dieser Lebensphase zu unterstützen und zu ermutigen, ist für mich etwas ganz Besonderes. Am Berufsbild gefällt mir vor allem, wie eng Hebammen mit den Frauen zusammenarbeiten und welches Vertrauen ihnen geschenkt wird. Hebamme zu werden, ist deshalb schon seit langem mein Berufswunsch.

Ricarda: Mir geht es da ganz genauso! Werdende Eltern in dieser besonderen Zeit zu begleiten und individuell zu betreuen, finde ich sehr spannend. Außerdem fasziniert es mich, das Wunder einer Geburt hautnah miterleben zu dürfen. Gefestigt hat sich unser Berufswunsch jeweils in einem Praktikum im Kreißsaal.

Was hat es mit der Akademisierung des Hebammenberufs auf sich?

Ricarda: Mit der Einführung des Studienganges Hebammenkunde gleicht sich Deutschland an EU-Standards an. Der Abschluss des Studiums ist europaweit anerkannt und vermitteltet Studierenden erweiterte Kompetenzen für die Berufsausübung. Dadurch eröffnen sich Hebammen neue Möglichkeiten. Unser Berufswunsch hing jedoch nicht von der Art der Ausbildung ab.

Wie läuft das Studium ab?

Katharina: Das duale Studium ist in Praxis- und Theorieblöcke unterteilt, die im stetigen Wechsel von mehreren Wochen stattfinden. Auf diese Weise können wir unser angeeignetes Wissen unmittelbar im Kreißsaal anwenden. Im Laufe des Studiums werden wir auch Einblicke in den OP, die Kinderklinik, die Wochenbettstation und den Arbeitsalltag einer freiberuflichen Hebamme erhalten. Beenden werden wir das Studium im Frühjahr 2024.

Wie lief das Bewerbungsverfahren?

Ricarda: Die Theoriephasen des Studiums finden an der Hochschule Fulda statt. Auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb haben wir uns für den Newsletter der Hochschule angemeldet. Als wir die Mitteilung erhielten, dass das KWM als dualer Partner mit der Hochschule kooperiert, haben wir uns direkt auf die Stelle beworben.

Katharina: Ricarda und ich sind sehr glücklich darüber, dass wir im Kreißsaal der Missioklinik Hebammenstudentinnen sein dürfen!

Worauf freut ihr euch am meisten?

Katharina: Grundsätzlich freue ich mich darauf, in der Praxis gut angeleitet zu werden und mehr Verantwortung übernehmen zu können. Besonders interessant sind mit Sicherheit die unterschiedlichen Arbeitsweisen der verschiedenen Hebammen.

Ricarda: Wir freuen uns auf eine aufregende und lehrreiche Zeit im Kreißsaal mit tollen Kolleginnen und Kollegen. In den neuen Kreißsaal, der in den nächsten Monaten in Betrieb genommen wird, durften wir auch schon einmal kurz reinspitzen!

   

Katharina Schmidt und Ricarda Welzenbach

BWL - Gesundheitsmanagement

Wie ist euer duales Studium abgelaufen?

Tina: Der Studiengang heißt BWL-Gesundheitsmanagement und fand in Kooperation mit der dualen Hochschule Baden-Württemberg am Standort Bad Mergentheim statt. Das Studium dauerte sechs Semester und verlief in Blöcken: Wir waren über drei Jahre jeweils drei Monate an der Uni und dann wieder im Unternehmen, wo wir verschiedene Abteilungen durchlaufen haben. 

Kristina: Es ist ein Betriebswirtschaftliches Studium, das auf die Besonderheiten des Gesundheitswesens ausgerichtet ist. Im 4./5. Semester gibt es eine längere Praxisphase, die auch für einen Auslandsaufenthalt genutzt werden kann. Insgesamt müssen in den sechs Semestern auch zwei Projektarbeiten und die Bachelorarbeit geschrieben werden.

Was reizt euch am Gesundheitswesen? Was ist spannend an diesem Bereich?

Kristina: Das Gesundheitswesen ist mit seinen unterschiedlichen Sektoren eine sehr vielseitige Branche. Insbesondere die Vielzahl an gesetzliche Beschränkungen macht die Arbeit immer wieder spannend und herausfordernd. 

Tina: Genau. Die Veränderungen und neuen Prozesse machen das Gesundheitswesen für mich so spannend – es wird nicht langweilig!

Wie lange dauert der Einsatz in einer Abteilung?

Kristina: Auch das ist unterschiedlich. In manchen Abteilungen ist man zum Reinschnuppern nur ein paar Tage oder Wochen. Dann gibt es Bereiche, in denen man sechs Wochen oder länger tätig ist. Das hängt auch davon ab, welche Projekte und Aufgaben in den Abteilungen gerade anstehen.

Hat man als Student Einfluss darauf, wo und wie lange man im Einsatz ist?

Tina: Zu Beginn des Studiums werden klassische Abteilungen wie z.B. das Patientenmanagement oder die Finanzbuchhaltung durchlaufen – im letzten Jahr können dann eigene Wünsche geäußert werden, die wenn möglich auch berücksichtigt werden.

Wie wurdet ihr während des Studiums vom KWM unterstützt und begleitet?

Kristina: Bei Problemen oder Fragen konnten wir uns jederzeit an unseren Ausbildungsbetreuer wenden. Bei den wissenschaftlichen Arbeiten wurden wir bei der Themenfindung und bei der Ausarbeitung unterstützt. Nach dem Einsatz in einer Abteilung gab‘s Beurteilungsgespräche, so hatte man die Möglichkeit sich selbst regelmäßig zu reflektieren und zu verbessern.

Muss man vorher schon mal was mit dem Gesundheitswesen zu tun gehabt haben, um im Studium mitzukommen?

Tina: Ich habe vor dem Studium als Gesundheits- und Krankenpflegerin gearbeitet, das hat mir sowohl in den Praxis- als auch in den Theoriephasen weitergeholfen, da ich bereits ein gewisses Hintergrundwissen mitgebracht habe und auch die Abläufe im Krankenhaus kannte. Es ist aber keine Zugangsvoraussetzung für das Studium! Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwangsläufig notwendig.

Ihr seid beide direkt nach dem Studium im KWM eingestiegen. Seid ihr in eurem Lieblingsbereich aus dem Studium gelandet?

Tina: Ich hatte mehrere Lieblingsbereiche darunter war aber auf jeden Fall auch das Patientenmanagement in dem ich jetzt gelandet bin. 

Kristina: Witziger Weise ja! Ich hatte damals bei meinem Vorstellungsgespräch schon gesagt, dass ich langfristig gerne ins Controlling möchte.

Welche Möglichkeiten bietet euch das KWM – was gefällt euch hier?

Tina: Das KWM bietet mir viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Ich habe tolle Kollegen und Vorgesetzte die mir viel Vertrauen entgegenbringen. 

Kristina: Man einen guten Rund-um-Blick und kennt sich in verschiedenen Abteilungen aus – das hilft mir jetzt natürlich bei meiner Arbeit. Wenn man sich im Unternehmen umschaut stehen langfristig auch die Aufstiegschancen für ehemalige duale Studenten nicht allzu schlecht. Das KWM ist ein junges und starkes Unternehmen, das gerade mitten im Veränderungsprozess steckt. Das zu begleiten ist auf jeden Fall eine spannende Aufgabe.

Wie wurdet ihr in den Abteilungen eingesetzt? Hattet ihr feste Aufgaben oder Projekte?

Tina: In manchen Abteilungen durfte ich im Tagesgeschäft mitarbeiten, in anderen Abteilungen bekam ich eigene Projekte zugeteilt, weil das sinnvoller war. Aber ich konnte immer einen Teil der Arbeit eigenständig durchführen und hatte Ansprechpartner, die bei Fragen zur Verfügung standen.

Würdet ihr das duale Studium weiterempfehlen?

Tina: Ja, auf jeden Fall. Es ist zwar ein hartes Stück Arbeit bis man den Abschluss in der Tasche hat, man kann sich aber durch den hohen Praxisbezug im Studium und die Mitarbeit im Unternehmen ein realistisches Bild von der Arbeit im Gesundheitsbereich verschaffen. Durch die vielen verschiedenen Abteilungen, die ich im KWM in den Praxisphasen kennen lernen durfte, konnte ich bereits während des Studiums für mich entdecken, welche Bereiche mir liegen. 

Kristina: Ja, denn neben dem großen Vorteil, dass man während der gesamten Zeit Geld verdient und somit unabhängig und eigenständig sein kann, wird großen Wert auf den Praxisbezug gelegt. Es ist kein rein theoretisches Wissen, das man hier erlangt. Auch das familiäre Feeling an der DHBW mit kleinen Kursen und Dozenten, die einen kennen, hat mir sehr gut gefallen.

Kristina Hannwacker und Tina Scheiner