Mitarbeiter der Rotkreuzklinik erhalten Wechselangebot zu Klinikum Würzburg Mitte
Veröffentlicht: 31. Mär 2026
Im Rahmen des Sanierungsverfahrens wechselt ein Teil der Belegschaft der Rotkreuzklinik Würzburg zum 1. April 2026 zum Klinikum Würzburg Mitte. Die getroffene Vereinbarung umfasst zudem die praktische Ausbildung der angehenden Pflegeauszubildenden zum 1. April 2026.
Markus Bunzel, Interims-Geschäftsführer der Rotkreuzklinik Würzburg, sagt: „Unser Ziel war von Beginn an den Beschäftigten verlässliche Optionen zu geben und zugleich die medizinische Versorgung in der Region zu sichern. Mit dem erzielten Ergebnis mit dem Klinikum Würzburg Mitte und den Anschlussbeschäftigungen ist ein wichtiges, tragfähiges Fundament gelungen. Es ist ein starkes Signal, dass das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weit über unser Haus hinaus Anerkennung findet und ihre fachliche Expertise in der Region gefragt ist. Für ihren großen Einsatz in unserem Haus danken wir und wünschen für den weiteren beruflichen Weg alles Gute.“
Dominik Landeck, Geschäftsführer Klinikum Würzburg Mitte, erläutert: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rotkreuzklinik Würzburg werden unser Team fachlich wie menschlich nachhaltig stärken. Wir sind frühzeitig in einen konstruktiven und lösungsorientierten Austausch eingetreten, um tragfähige Perspektiven für die Beschäftigten zu schaffen. Umso mehr freuen wir uns, nun einen Teil der Belegschaft zu übernehmen und berufliche Kontinuität zu ermöglichen. Wir stimmen mit jedem Mitarbeitenden seinen zukünftigen Einsatzbereich so individuell wie möglich ab und gehen dabei auf seine Wünsche und Qualifikationen ein. Dieser Schritt ist nicht nur für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wichtiges Signal, sondern auch ein konkreter Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung unserer Region. Wir heißen die neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen und blicken mit großer Zuversicht in die gemeinsame Zukunft.“
Die Generalhandlungsbevollmächtigten Markus Kohlstedt und Dr. Mark Boddenberg (beide Partner bei ECKERT Rechtsanwälte) sowie ihr Sanierungsteam begleiten weiterhin das Verfahren.
Markus Kohlstedt erklärt: „Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben wir in den vergangenen Monaten alle verfügbaren Spielräume genutzt, um tragfähige Lösungen für die Beschäftigten und den Standort zu entwickeln. Unser Anspruch war es dabei stets, Perspektiven zu eröffnen. Umso wichtiger ist es, dass für einen Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkrete Zukunftsperspektiven geschaffen werden konnten. Der Teilübergang ist ein wesentliches Ergebnis des Sanierungsverfahrens und ein ermutigendes Signal für die Region.“
Das KWM bietet darüber hinaus allen angehenden Auszubildenden, die zum 1. April 2026 ihre Pflegeausbildung in der Berufsfachschule der Rotkreuzklinik Würzburg beginnen, die Möglichkeit, ihre Praxisphasen an den beiden Standorten des KWM zu absolvieren – praktische Einsätze, schulische Lerninhalte und prüfungsrelevante Bestandteile bleiben ohne Unterbrechung gewährleistet.
Bis zum 20. März 2026 wurden an der Rotkreuzklinik Würzburg sowohl laufende Behandlungen als auch planbare Eingriffe regulär durchgeführt. Patientinnen und Patienten, die zu diesem Zeitpunkt noch stationär versorgt wurden, wurden zwischenzeitlich entlassen. Die medizinische Versorgung in der Region war durch die getroffenen Maßnahmen zu jederzeit sichergestellt.
Die Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V. hat den Prozess umfassend begleitet. Mit finanzieller und operativer Unterstützung hat sie die Fortführung der Sanierungsmaßnahmen bis in den März ermöglicht und damit in dieser Phase sowohl für die Beschäftigten als auch für die Patientinnen und Patienten Stabilität geschaffen.
Nach Abschluss der erfolgreichen Personalmaßnahmen wurde der originäre Betrieb der Rotkreuzklinik Würzburg eingestellt. Der Erhalt und Betrieb der bestehenden Gebäudestruktur ließen eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung am Standort nicht mehr zu.
Die gesundheitspolitischen und strukturellen Rahmenbedingungen hatten die Rotkreuzklinik Würzburg im September 2025 veranlasst, ein Schutzschirmverfahren einzuleiten. Im Verlauf des Verfahrens hatten Geschäftsführung und Sanierungsteam mit Nachdruck geprüft, ob und in welcher Form ein Weiterbetrieb möglich ist.