Großes Interesse an Podiumsdiskussion zu assistiertem Suizid
Veröffentlicht: 12. Okt 2026
Auf großes öffentliches Interesse stieß die Podiumsdiskussion zum Thema „Assistierter Suizid“, zu der das Ethikkomitee des KWM, die Palliativakademie Juliusspital und die Akademie Domschule Würzburg am 8. Oktober eingeladen hatten. Mit mehr als 350 Teilnehmenden war die Resonanz so groß, dass die Veranstaltung ins Audimax, den großen Hörsaal der Universität Würzburg, verlegt werden musste.
Das komplexe Thema wurde durch Expert*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen beleuchtet. Im Mittelpunkt stand die Sicht auf die Möglichkeiten eines assistierten Suizid nach der Regelung durch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2020 im Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge sowie die rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Ein Thema, das Gesellschaft und Gesundheitswesen gleichermaßen bewegt
In den vergangenen Monaten hat die öffentliche Aufmerksamkeit für die Suizidassistenz deutlich zugenommen. Dies zeigt sich auch in der wachsenden Auseinandersetzung mit dem Thema im ärztlichen und pflegerischen Alltag.Die damit verbundenen Fragen reichen weit über den klinischen Alltag hinaus und berühren grundlegende Vorstellungen von Menschenwürde, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung. Ziel der Veranstaltung war es, diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und einen differenzierten Austausch zu ermöglichen. Die interdisziplinäre Besetzung des Podiums bot dafür einen Rahmen, in dem juristische, ethische, psychologische, theologische und praktische Perspektiven zusammengeführt werden konnten.
Die große Zahl der Teilnehmenden unterstrich die gesellschaftliche Relevanz des Themas und den Bedarf an Räumenzur sachlichen Auseinandersetzung. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und die ethischen Herausforderungen rund um den assistierten Suizid sorgfältig zu reflektieren. Der Diskurs geschah in einer sehr respektvollen Atmosphäre und lud dazu ein, diesen im Alltag vorzusetzen.
Wir bedanken uns herzlich bei den Podiumsteilnehmenden für ihre Sichtweisen und Impulse sowie bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und die rege Beteiligung!