Anfassen erwünscht

Veröffentlicht: 20. Dez 2018  | Tags: Juliusspital

Das Projekt der ökumenischen Nachbarschaftshilfe "Zeit füreinander" in der Würzburger Innenstadt hat mehrere Generationen näh- und bastelfreudiger Frauen zusammen gebracht. Sie nähen sogenannte "Nesteldecken" für Demenzkranke.

Tina Liebenstein ist Krankenschwester in der Notaufnahme des Würzburger Juliusspitals und hat eine Weiterbildung zur Demenzbeauftragten im Krankenhaus gemacht. Sie kennt sich mit der Krankheit aus. „Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit ist vor allem die Kommunikation sehr weit eingeschränkt“, erklärt Liebenstein. Demenzkranke Menschen setzten deshalb oft ihre Hände ein, um Informationen aufzunehmen. Das Fühlen an der Nesteldecke sei zudem eine gute Beschäftigungstherapie. Mehrere Stunden könnten sich die Demenzkranken mit der Decke beschäftigen und die verschiedenen Oberflächenstrukturen erkunden. „Außerdem können durch die intensiven taktilen Reize auch Erinnerungen geweckt werden.“

Bis Ende Dezember können Nähbegeisterte und Ungeübte noch für den guten Zweck kreativ tätig werden. Die Gruppe trifft sich jeden Dienstag von 14.30 bis 16 Uhr im Familienraum des Matthias-Ehrenfried-Hauses. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Stoffe und Nähutensilien werden gestellt. 

Den vollständigen Text finden Sie auf der Website der Stiftung Juliusspital:  hier klicken

Text und Fotos
Rebecca Hornung
POW Bistum Würzburg


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Die Ehrenamtlichen bei der Arbeit
Eine Decke entsteht
Die fertige Decke biete vielfältige Sinneseindrücke